Kurze Info

Meine Zeit in Peru ist nun schon lange vorbei, deshalb habe ich die Fotos dieses Blogs entfernt. Hauptsächlich ging es mir dabei um die Privatsphäre und die Hoffnung, nicht mehr sofort im Internet aufzutauchen, wenn man „Tarma“ in Google eingibt…

Wer unbedingt ein paar Bilder sehen möchte, kann sich gerne bei mir melden 🙂

Liebe Grüße, Kathrin

Wieder daheim

Mein Jahr in Peru ist nun vorbei und ich bin seit fast 4 Wochen wieder hier im Lande. Mit vielen habe ich mich ja schon getroffen, es war sehr schön, euch alle wiederzusehen 😀
Inzwischen habe ich mich schon wieder an D gewöhnt (die schnellen Fahrten auf Autobahnen, alle sprechen deutsch, das Toilettenpapier muss nicht in den nebenstehenden Abfalleimer geworfen werden, und: die Dusche ist traumhaft warm 😀 ) und freue mich schon auf mein Studium, das ich im Oktober beginnen werde.
Aber trotz Wiedersehensfreude denke ich oft an Peru und die Peruaner, die mir dort ans Herz gewachsen sind. Zum Glück gibt es ja Internet, sodass wir uns viel schreiben und chatten können 😀 Vor allem beim Fotos-Anschauen wurde ich wehmütig und ein ist sicher: nach Peru werde ich sicher wieder mal reisen!

Wie es in Peru weitergeht? Seit Anfang September sind Judith und Marie dort und werden unsere Arbeit fortsetzten. Wer auch das miterleben möchten:
http://descubrimosperu.wordpress.com/

Old McDonald has a farm…

Bevor wir uns für 3 Wochen aus dem Staub und auf in den wohlverdienten Urlaub aufgemacht haben, haben wir mit unseren Niños noch einen besonderen Ausflug gemacht. Zusammen sind wir an einem Samstagmorgen zur Hacienda La Florida gefahren, einem großen Bauernhof, oder eigentlich kann man dazu schon Landgut sagen… Die Hacienda haben wir einmal durch Zufall gefunden, als wir mit dem Padre unterwegs waren. Die Besitzer sind ein sehr nettes deutsch/peruanisches Paar, dessen einer Sohn uns mit den Kindern eingeladen hat. Marcus und seine Freundin Lucía haben unsere Meute auch empfangen und herumgeführt. Die Niños konnten viele Tiere sehen und, noch wichtiger, auch die Hühner und Hasen füttern. Zum Abschluss konnten sie sich noch auf dem großen Spielplatz austoben und Süßholz direkt vom Feld knabbern. Am Abend haben wir dann noch einmal vorbeigeschaut, um uns für die Reise zu verabschieden. Da die Kleineren schon ziemlich kaputt in ihren Betten lagen, viel dieser Abschied sogar relativ undramatisch ab  =)

Tarma – Ciudad de la Semana Santa

Schon einige Wochen vor der Semana Santa, also der Karwoche, war Tarma ungewöhnlich voll. An jeder Ecke machte ein neues Restaurant auf und plötzlich gab es sogar eine Casa del terror, ein Gruselhaus. Grund dafür war die ebenfalls ungewöhnliche Menge an Touristen (sogar aus anderen Ländern!), die gekommen waren, um die berühmte Semana Santa Tarmas mitzuerleben. Auch wir kamen, geführt von Belen, in den Genuss von Prozessionen, Prozessionen und Prozessionen. Los ging´s am Domingo de Ramas, dem Palmsonntag. Mit geflochtenen Palmwedeln ausgestattet trotteten wir 4 Stunden lang neben einem echten Esel mit Jesus-Statue nebenher. Mehr als trotten ging bei der gigantischen Menschenmenge nicht und wir bekamen öfter mal eine Ahnung davon, wie eine Massenpanik zustande kommen kann. Perú ist wohl eines der wenigen Länder, in denen Jesus mit Applaus bedacht wird und „Que viva Jesús!“ durch die Straßen hallt.

Erstaunlich ruhig und mit nur kleinen Prozessionen verliefen Montag bis Donnerstag, aber anscheinend nur, um für den Freitag durchzuatmen. Zunächst wurden um die ganze Plaza mayor arcos (Bögen) aus Blumengirlanden in in die Straße gebohrten Löcher aufgestellt, unter denen nach und nach wunderschöne und große Blumenteppiche gestaltet wurden.

Die Motive waren zwar nur selten christlicher Natur, zeigten dafür aber oftmals Typisches von Tarma und der Sierra im Allgemeinen. Leider war die Pracht nur von kurzer Dauer, da nach einer Prozession mit drei von jeweils 20 Männern getragenen Statuen und einen Gläubigenschar hintendrein nicht viel von den zarten Blüten übrigbleibt. Unermüdlich wurden Samstagnacht jedoch neue Teppiche gelegt, um für eine weitere Prozession am Sonntagmorgen bereit zu sein.

Ferien Teil 2

Mit dem ganzen Stress zum Schulstart bin ich gar nicht mehr dazu gekommen, über den 2. Teil der „Weltreise“ in den Ferien zu schreiben. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Bunte Strähnen und Tiermasken für Namibia

Tanz für Madagaskar

Drachen basteln für China

Für Korea kannten die Mädels genügend koreanische Boybands, deren Lieder sie mitgesungen haben 🙂

Und nach den Bildern von Russland und Indien waren wir damit beschäftigt mit allen Kindern die Aktionen nachzuholen, die sie verpasst hatten, und alles für die Clausura de las vacaciones (Ferienabschlussfeier) vorzubereiten, dass wir zu nichts Neuem mehr kamen…

Vorherige ältere Einträge